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HEH – Moment: Beton, Stahl und 16 Riesen - Das LNG-Terminal in Stade nimmt Form an

Nach einem Winter mit eisigen Temperaturen und viel Schnee, der die Arbeiten verlangsamte, nimmt die Baustelle wieder Fahrt auf. Ende März wurden alle sieben Betonabschnitte beider Bodenplatten fertiggestellt.

Betonqualität wird genau geprüft
Bevor der Beton überhaupt fließt, wird er genau begutachtet. Der Beton wird nach Norm hergestellt und geprüft. Mit einem standardisierten Test – in der Fachsprache „Slump-Test“ – untersuchen Fachleute, ob die Konsistenz stimmt. Auch der Luftgehalt wird gemessen. „Die Mischung muss passen, Korn, Zement, Wasser, alles wird überwacht“, betont Harald Oorts, Site Manager bei HEH.

Besonders wichtig für die Bodenplatte ist auch die sogenannte Bewehrung – Stahlstäbe, die in den Beton eingebettet werden. Beton nimmt Druckkräfte hervorragend auf, der Stahl übernimmt die Zugkräfte. Zusammen sorgen sie dafür, dass das Fundament auch extremen Belastungen standhält.

Die Tanks wachsen in die Höhe
Nach der Fertigstellung der Bodenplatten, liegt der Fokus auf der Fertigung der Tankwände. Mit einer speziellen Schalung namens Jumpform geht es Stück für Stück nach oben. Diese Arbeiten, die auch spezielle Schweißverfahren erfordern, werden pro Tank über ein Jahr in Anspruch nehmen.

Mit dem Schiff und durch die Nacht: Die Open Rack Vaporizer sind da
Eine besondere und wichtige Ladung hatte der Stückgutfrachter „BBC Elisabeth“ an Bord. Er legte Ende Februar im Hafen an, beladen mit 16 Verdampfern, den sogenannten Open Rack Vaporizern. Oorts: „Diese Anlagen spielen eine Schlüsselrolle im Betrieb des Terminals: Sie erwärmen das verflüssigte Erdgas und wandeln es zurück in seinen gasförmigen Zustand.“

Jede Einheit misst etwa acht mal sechs Meter, ist vier Meter hoch und wiegt rund acht Tonnen. „Also groß genug, um beim Transport in ein Zwischenlager die gesamte Straßenbreite einzunehmen und den Verkehr komplett zu behindern. Daher erfolgte die Bewegung der riesigen Kisten in der Nacht“, erklärt Oorts.

Infrastruktur wächst mit
Mit jedem Baufortschritt steigen auch die Anforderungen an die Infrastruktur vor Ort. Aktuell sind täglich rund 180 Menschen auf der Baustelle im Einsatz – Tendenz steigend. Lange wurde das Wasser per Lkw angeliefert, jetzt gibt es zum Beispiel einen festen Anschluss ans öffentliche Wasser-Netz. Auch die Datenkommunikation wurde weiter ausgebaut.

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