Zukunftsflexible Lösung

Terminal, Hafen, Industriepark und Anschlussinfrastruktur des Hanseatic Energy Hub sind so ausgelegt, dass die Umstellung von grünen Energieträgern auf Wasserstoff modular wie in einem Energiebaukasten erfolgen kann.

Landbasiertes Terminal

Das Importterminal geht 2027 zukunftsflexibel und emissionsfrei in Betrieb.

In einer ersten Ausbaustufe soll im Industriepark Stade ein emissionsfreies Terminal für LNG in Betrieb genommen werden, dessen Infrastruktur auch von Beginn an für grüne Energieträger wie Bio-LNG und Synthetic Natural Gas (SNG) zugelassen ist. Es nutzt die industrielle Abwärme von Dow und kann die Gase daher ohne zusätzliche CO2-Emissionen regasifizieren.

Die geplante Regasifizierungskapazität beträgt 13,3 Mrd. m³/a und die Ausspeiseleistung 21,7 GW. Der Hub bietet zudem Speichermöglichkeiten und so zusätzliche Flexibilität, um auf Bewegungen am Markt regieren zu können.

Das Terminal soll Ammoniak-ready in Betrieb gehen.

Hafen

In Stade entsteht ein moderner Energiehafen für verflüssigte Gase. Die Planungen sehen eine Erweiterung des bestehenden Seehafens vor. Auch hier ermöglicht eine flexible Ausrichtung die Anlandung von LNG und Ammoniak.

Der Hafen liegt mit Blick auf die Lage von Hamburg, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal strategisch sehr verkehrsgünstig. Er ist für die größten LNG-Tankschiffe mit einer Länge von 345 m erreichbar. Kleinere Tanker können LNG und Ammoniak aufnehmen, um entweder andere Häfen der Binnenschifffahrt zu beliefern oder um Schiffe in Hamburg, auf der Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal unmittelbar mit Treibstoff („Bunkering“) zu versorgen. 

Um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten, erfolgten neben umfangreichen Berechnungen auch Fahrversuche mit unterschiedlichen Schiffsgrößen in einem nautischen Simulator. Sowohl für das landseitige Terminal als auch für die FSRU. Ergebnis: Alle Voraussetzungen für den sicheren Betrieb des Hafens sind voll erfüllt.

 

FSRU

Anfang 2024 wird die „Transgas Force“ der Reederei Dynagas in Stade vor Anker gehen. Sie ist eine der fünf von der Bundesregierung gecharterten FSRUs (Floating Storage and Regasification Units). Dieses „schwimmende“ LNG-Terminal verfügt über eine Regasifizierungskapazität von bis zu 7,5 bcm/a.

Die FSRU nutzt bereits vorhandene Infrastruktur, die Anbindung an das deutsche Gasnetz kann über eine sehr kurze Anschlussleitung erfolgen. Die Transgas Force ist nicht mit Wasserstoff kompatibel.

Ab Anfang 2027 ist die Ablösung durch das effizientere und zukunftsflexible landseitige Zero-Emission-Terminal geplant, das die Versorgung Deutschlands mit LNG und grünen Gasen (Bio-LNG, SNG) sichern und zugleich den Markthochlauf von Wasserstoff begleiten soll.

Industriepark

Das Terminal entsteht auf Flächen des bestehenden Industrieparks Stade. Der Standort bietet die Möglichkeit einer optimalen Vernetzung von Chemiesektor, Logistik und der Energiewirtschaft. 

Durch die fast 50-jährige Erfahrung mit Flüssiggasen am Standort sind höchste Sicherheitsstandards gewährleistet.

Schon heute produziert Dow vor Ort in großem Umfang Wasserstoff. Im Industriepark befindet sich ebenfalls eines der größten Umspannwerke in Deutschland, das in erheblichem Umfang Strom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee verteilt (380kV Netzanschluss)

Anschlussinfrastruktur

Der Industriepark Stade liegt ideal: verkehrsgünstig an der Elbe, mit Zugang zur Nordsee sowie zum Hamburger Hafen, in der Nähe von zwei Autobahnen und dem größten europäischen Rangierbahnhof in Maschen. Verflüssigte Gase können per Schiff, LKW und zukünftig auch per Bahn verteilt werden. Pipelines gewähren Zugang zum deutschen Gasnetz.

In unmittelbarer Nähe entsteht das europäische Wasserstoffnetz (H2 backbone). Die durch den Hub erzeugten Synergieeffekte ermöglichen die Entstehung eines einzigartigen neuen Knotenpunktes.

Umfeld

Das neue Terminal für verflüssigte Gase in Stade trägt nicht nur zur Energiesicherheit Deutschlands bei – es ist auch eine große Chance für Niedersachsen, die Metropolregion Hamburg und darüber hinaus.