Unser Konzept

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Hafenanlage

Für den Aufbau des Hubs sehen die Planungen eine Erweiterung des bestehenden Seehafens in Stade vor.

Der Hafen liegt im Hinblick auf die Lage von Hamburg, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal strategisch sehr verkehrsgünstig und ist für die größten LNG-Tankschiffe mit einer Länge von 345 m befahrbar.

Kleinere Tanker können LNG aufnehmen, um entweder andere Häfen der Binnenschifffahrt zu beliefern oder Schiffe in Hamburg, auf der Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal unmittelbar mit LNG als Treibstoff („Bunkering“) zu versorgen. LNG ist als Kraftstoff für Schiffe deutlich umweltfreundlicher als das herkömmliche Schweröl.

Der Hafen kann auch von Unternehmen wie Dow für Rohstoffe und Produkte genutzt werden. Mehr als 70 Prozent der geplanten Investitionen im Hafen dienen dem Aufbau einer industriellen Basisinfrastruktur, die auch für Energieträger auf Basis von Wasserstoff notwendig sein wird.

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Terminal für verflüssigte Gase

Synergien mit dem ortsansässigen Chemieunternehmen Dow ermöglichen ein Zero-Emission-Terminal für LNG, Bio-LNG und SNG.

Es ist geplant, für die Regasifizierung die industrielle Abwärme von Dow zu nutzen. So werden bei diesem Prozess CO2-Emissionen vermieden. Sogenannte Boil-Off-Gase, können vor Ort direkt als Brennstoff eingesetzt werden. Die bei der Verflüssigung gespeicherte Kälte wird in die Kühlkreisläufe von Dow eingespeist. Diese Synergien mit dem Industriepark ermöglichen ein Zero-Emission-Terminal. Dadurch wird auch der ökologische Fußabdruck des Standortes wesentlich verbessert.

Das Terminal soll aus zwei großen Lagertanks mit einem Fassungsvermögen von je 240.000 m³ und einer Verdampfungsanlage bestehen, in der die flüssigen und tiefkalten Gase wieder regasifiziert werden. Die Infrastruktur ist für LNG, Bio LNG und SNG zugelassen.
In der ersten Ausbaustufe ist eine Regasifizierungskapazität von 12 Mrd. m³/a Gas vorgesehen mit einer Einspeiseleistung von bis zu 21,7 GW; sie lässt sich den Markterfordernissen anpassen.

Der Hub bietet zudem Speichermöglichkeiten und so zusätzliche Flexibilität, um auf Bewegungen am Markt regieren zu können.

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Industriepark

Integriert in den Industriepark Stade, wird der Hanseatic Energy Hub zu einem Baustein für die Energien der Zukunft.

Der Standort im Industriepark Stade bietet die Möglichkeit einer optimalen Vernetzung von Chemiesektor, Logistik und der Energiewirtschaft. Die durch den Hub erzeugten Synergieeffekte ermöglichen die Entstehung eines einzigartigen neuen Knotenpunktes.

Schon heute wird hier, bisher als Beiprodukt, in erheblichem Umfang Wasserstoff erzeugt. Ebenfalls in dem Industriepark befindet sich eines der größten Umspannwerke in Deutschland, das in erheblichem Umfang Strom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee verteilt.
 
Der Industriepark Stade liegt logistisch ideal: verkehrsgünstig an der Elbe, mit Zugang zur Nordsee sowie zum Hamburger Hafen, in der Nähe von zwei Autobahnen und dem größten europäischen Rangierbahnhof in Maschen. Verflüssigte Gase können per Schiff, Lkw und zukünftig auch per Bahn verteilt werden. So können auch Regionen versorgt werden, die nicht an das Gasleitungsnetz angeschlossen sind.

Durch die fast 50-jährige Erfahrung mit Flüssiggasen am Standort sind höchste Sicherheitsstandards gewährleistet. Der Hanseatic Energy Hub befindet sich auf einem bestens gesicherten Industriegelände.