Argumente für LNG

Energiemix in Deutschland
Kernkraft
6,1 %
Braunkohle
11,0 %
Steinkohle
11,0 %
Erdgas
23,7 %
Mineralöl
34,6 %
Erneuerbare Energien
13,2 %
Sonstige
0,4 %
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB),
Stand August 2018, Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Staat)

Ende 2022
geht in Deutschland das letzte Kernkraftwerk vom Netz. Zurzeit beträgt der Anteil der Kernkraft an der deutschen Stromproduktion rund 6,1 Prozent.

2022
endet die niederländische Erdgasförderung. Große Teile Nordwestdeutschlands beziehen heute noch holländisches Gas, das durch andere Bezugsquellen ersetzt werden muss.

2030
soll die deutsche Stromproduktion nur noch halb so viel CO2 wie heute emittieren. Viele Kohlekraftwerke werden bis dahin stillgelegt.

In Deutschland entsteht damit in der Stromerzeugung eine Versorgungslücke

Der Kohleausstieg und der Rückgang der heimischen Gasförderung lässt eine erhebliche Versorgungslücke entstehen. Um sie zu schließen, wird Erdgas als unmittelbar verfügbare, kostengünstige und klimaschonende Alternative eine Schlüsselrolle spielen.

Viele Experten erwarten daher wachsenden Importbedarfe für Erdgas. LNG, das unabhängig von Pipelines nach Deutschland gebracht wird, kann einen entscheidenden Beitrag für eine sichere und nachhaltige Erdgasversorgung leisten und wird zu einem Baustein für das Erreichen der Klimaziele

Deutschland hat sich mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 ein ambitioniertes Klimaziel gesteckt. Als wesentliche Konsequenz muss der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft vorangebracht werden.

Wie der Weltklimarat IPCC in seinem jüngsten Report festgestellt hat, verbleibt nur noch ein begrenztes Budget an CO2-Emissionen, um die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß zu beschränken. So lange noch keine vollständige Versorgung mit klimaneutraler Energie möglich ist, sollte daher das Energiesystem auf möglichst klimaschonende Energieträger umgestellt werden.

Hier kommt Erdgas, auch in Form von LNG, als Brückentechnologie ins Spiel, da es im Vergleich zu anderen Energieträgern deutlich weniger Schadstoffe und CO2 bei der Verbrennung produziert. So entsteht bei der Stromproduktion in einem Braunkohlekraftwerk rund drei Mal so viel CO2 wie in einem Gaskraftwerk.

Erdgas dient als Energieträger für Kraftwerke, Industrie, Stadtwerke, Kommunen und Haushalte. Gerade die deutsche Industrie, die derzeit noch viel Kohle einsetzt, wird zukünftig mehr Erdgas benötigen. In unmittelbarer Entfernung des Hanseatic Energy Hub befindet sich ein Einspeisepunkt in das gesamtdeutsche Gastransportnetz.

LNG Terminal ist das Tor zum globalen Gasmarkt

Ein Flüssiggasterminal Terminal ist nicht an einen Produzenten gebunden und kann aus aller Welt Gase importieren.

Mehr Lieferanten sorgen für einen größeren Wettbewerb und stabile Preise.

Die Flexibilität eines Importterminals wirkt sich positiv auf die Versorgungssicherheit aus.

-100 %
Schwefeloxide

-95 %
Feinstaub

-85 %
Stickoxide

-20 %
Kohlendioxid

Quelle: © 2018 Deutscher Bundestag WD 8 - 3000 - 032/18, Maßnahmen zur Minderung von Emissionen in der Schifffahrt. Alternative Kraftstoffe und Antriebe

Gemäß der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO muss die maritime Industrie bis 2050 ihren CO2-Ausstoß um 50 Prozent reduzieren. LNG leistet hier als alternativer Treibstoff einen stetig wachsenden Beitrag. Viele Schiffe werden auf den sauberen Energieträger umgerüstet: So werden Schwefeloxide durch den Einsatz von LNG um bis zu 100 Prozent, Feinstaub um bis zu 95 Prozent, Stickoxide um bis zu 85 Prozent und Kohlendioxid um bis zu 20 Prozent im Vergleich zur Verbrennung von Diesel oder Schweröl reduziert.

Durch die geografische Lage des Terminals können Tankschiffe, sogenannte Bunkerschiffe, in Stade betankt werden, die dann LNG-betriebene Schiffe im nahegelegenen Hafen Hamburg sowie in weiteren Häfen entlang der Elbe und des Nord-Ostsee-Kanals versorgen.

Der Straßenverkehr kann von hier aus mit LNG versorgt werden. Mittlerweile gibt es fast 100 LNG Tankstellen für LKW. Auch eine steigende Zahl der 30.000 Lkw, die jährlich das Stader Industriegelände anfahren, tanken bereits den sauberen und klimaschonenden Treibstoff.

Da der Standort an das Schienennetz angeschlossen ist, kann auch die Umstellung des Verkehrsträgers Bahn auf die Kraftstoffalternative unterstützt werden. Es gab bereits erste Testversuche mit erdgasbetriebenen Lokomotiven.