Zum Hanseatic Energy Hub

Die Hanseatic Energy Hub GmbH ist eine Gesellschaft, dessen Team über langjährige Erfahrungen im Bereich der Projektentwicklung verfügt. Es besteht aus LNG-Infrastruktur-, Energie- und Hafenspezialisten. Bei speziellen Fragen werden externe Experten hinzugezogen.

Der Name Energy Hub steht für die übergeordnete Idee eines Energiestandortes aus den drei Komponenten Hafen, LNG-Terminal und Industriepark. Verschiedene Energieträger können hier angelandet, gelagert und umgeschlagen werden.

Zu LNG

Die Abkürzung LNG steht für Liquefied Natural Gas und bezeichnet Flüssigerdgas. Es wird durch technische Verfahren aus Erdgas hergestellt, auf -162 °C heruntergekühlt und damit verflüssigt. Durch dieses Verfahren verringert sich das Volumen um das 600-Fache. So kann es per Schiff transportiert und gespeichert werden.

LNG ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen und besteht zu 87–99 Prozent aus Methan. Zudem enthält es Ethan, Propan, Butan und Stickstoff.

LNG ist kein natürlich vorkommender Energieträger, sondern ein Erdgasprodukt, das durch technische Verfahren aus Erdgas hergestellt wird. Katar liefert mit fast einem Viertel aller LNG-Importe weltweit den größten Teil. An zweiter Stelle steht Australien mit 21,7 Prozent, gefolgt von Malaysia mit 7,7 Prozent, den USA mit 6,7 Prozent und Russland mit 6,0 Prozent.

Quelle: HIS Markit, IGU World LNG Report 2019

LNG ist eine klare Flüssigkeit, die weder giftig, wassergefährdend, korrosiv, brennbar noch explosiv ist.

LNG wird auf -162 °C heruntergekühlt, um es zu verflüssigen. Dadurch verringert sich das Volumen um das 600-Fache, und das LNG kann somit per Schiff transportiert werden. Würde man das Erdgas unverflüssigt transportieren, müsste man mehr Energie für mehr Schiffe und Treibstoff aufwenden.

Die größten LNG-Tanker sind bis zu 345 m lang und können bis zu 267.000 m3 LNG transportieren und damit bis zu 160.000 Haushalte ein Jahr lang mit Gas versorgen.

Der Lieferant kann frei gewählt werden, was sich positiv auf den Wettbewerb und die Versorgungssicherheit von Deutschland auswirkt. Zudem verursachen die Gas-Pipelines hohe Kosten durch ihren Bau, den Betrieb und die kontinuierliche Wartung. Hinzukommen Gebühren durch die Transitländer.

Ja. Bio-LNG ist Methan, das in einer Biogasanlage gewonnen und anschließend verflüssigt wird. Es besitzt die gleichen chemischen Eigenschaften wie LNG und kann daher genauso importiert werden.

LNG dient als Energieträger für Kraftwerke, Industrie, Stadtwerke, Kommunen und Haushalte. Der Hauptfokus bei der LNG-Verwendung liegt also in der Bereitstellung als Erdgas für deutsche Verbraucher. Im Mobilitätssektor kann LNG als Treibstoff für Schiffe und Lkw und zukünftig für den Schienenverkehr genutzt werden. Damit kann LNG einen wichtigen Beitrag leisten, die CO2-Emissionen und andere Schadstoffe in einem signifikanten Umfang zu reduzieren.

Unter Methan-Schlupf wird das Entweichen von Methan bei der Förderung und dem Transport von LNG verstanden. Sowohl die modernen Anlagen zur Verflüssigung als auch zur Regasifizierung verursachen keinen Methan-Schlupf, da es sich um geschlossene Systeme handelt. Das Gleiche gilt für die Schiffe zum Transport des LNG.

Zum Standort

Die Region wird sowohl mittel- als auch langfristig vom Bau des LNG-Terminals profitieren. So werden 60 bis 80 Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte vor Ort geschaffen. Zusätzlich wird die in der Region ortsansässige Zulieferindustrie wirksam in Bau und Betrieb des Terminals integriert. Die lokale Wertschöpfung wird somit erhöht. Durch die verstärkte Nutzung des öffentlichen Hafens profitieren auch lokale Unternehmen in Stade. Dank der energetischen Versorgungssicherheit wird auch die Zukunftsperspektive der Industrie am Standort gestärkt.

Die Weiterentwicklung des bestehenden Seehafens in Stade ist eine strategische Entscheidung, die langfristig positive Auswirkungen auf die Region haben wird. Der Standort wird seit rund 50 Jahren als Hafen und Industriegebiet genutzt.
Das bereits zur Verfügung stehende Industriegelände ermöglicht die Errichtung eines landseitigen Terminals, ohne dass neue Flächen erschlossen werden müssen.

Der Schiffsverkehr auf der Elbe wird sich durch das Terminal nur unbedeutend ändern. Es werden weniger als 200 Schiffsanläufe im Jahr erwartet. Zum Vergleich: Der Hamburger Hafen wird im Jahr von mehr als 8.000 großen Schiffen angefahren.

Der erweiterte Hafen liegt ideal im Hinblick auf Elbe, Nord-Ostsee-Kanal und Hamburger Hafen. Gemäß der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO muss die maritime Industrie bis 2050 ihren CO2-Ausstoß um 50 Prozent reduzieren. LNG kann hier als alternativer Treibstoff einen wichtigen Beitrag leisten. Schwefeloxide können durch den Einsatz von LNG um bis zu 100 Prozent, Feinstaub um bis zu 95 Prozent, Stickoxide um bis zu 85 Prozent und Kohlendioxid um bis zu 20 Prozent im Vergleich zur Verbrennung von Diesel oder Schweröl reduziert werden.

Nein. Das hier zur Anwendung kommende Tank- und Anlagenkonzept garantiert ein höchstes Maß an Sicherheit und repräsentiert den neuesten Stand der Technik. Die Integrität des Tanksystems ist auch im Falle einer Havarie gewährleistet. Die Lagertanks befinden sich auf einem sehr gut gesicherten Industriegelände.